Stamers Frauen

Samstags in DIE WELT

Die Schriftstellerin Petra Oelker brütet gerade über dem Schluss ihres neuen historischen Romans. Ihr Krimi-Debut gab sie erst mit 50, trotzdem brachte sie es inzwischen auf gut zwei Dutzend Bücher, darunter viele Bestseller.
09.04.2016
Artikel-Download: PDF icon Oelker.pdf

Petra Oelker ist gerade im Endspurt, als wir uns das erste Mal treffen. Sie schreibt an den letzten Kapiteln für ihren neuen Roman „Emmas Reise“, der im kommenden Herbst erscheinen wird, und sie ist im Verzug. Eigentlich hätte sie schon abgeben müssen. Das mache sie etwas nervös, zumal sie eigentlich gar nicht schreiben könne, gesteht sie mir gleich zur Begrüßung. Ach, das kann ja interessant werden: eine Schriftstellerin, die nicht schreiben kann!

Ebola, Zika, Lassa-Virus... Die Infektionsforscherin Marylyn Addo sucht nach Impfstoffen und Medikamenten gegen Viren, die die Welt alarmieren.
26.03.2016
Artikel-Download: PDF icon 20 Addo.pdf

Als wir uns in ihrem Labor im Heinrich-Pette-Institut auf dem UKE-Gelände treffen, gibt es gerade ein aktuelles Problem. Lassafieber in Deutschland. Vor einigen Wochen war in Köln ein Patient daran gestorben, dessen Bestatter ist ebenfalls erkrankt. Und nun scheint sich noch jemand mit dem Tropenvirus infiziert zu haben. Sollte sich das bewahrheiten, wird Dr. Marylyn Addo ihn behandeln.

Die amerikanische Generalkonsulin Nancy Corbett hat schon viel von der Welt gesehen: Peking, Tokio, Minsk, Bagdad... Fünf Präsidenten hat sie gedient. Was, wenn der nächste Präsident Donald Trump heißt?
12.03.2016
Artikel-Download: PDF icon Corbett.pdf

Ihre ersten tieferen Einblicke in deutsche Gewohnheiten bekam Nancy Corbett nicht in Hamburg, sondern am Fuß des Hindukusch. Drei Jahre lang war sie in Afghanistan, zunächst in Kabul und dann als Gast der Bundeswehr im Camp Marmal, wo sie mit ihrem Mann, ebenfalls amerikanischer Diplomat, in einem kleinen Container wohnte. Täglich aß sie in der deutschen Cafeteria und ging zum Sport ins Fitness-Studio der Bundeswehrsoldaten.

Die Chefredakteurin von Hinz & Kunzt, Birgit Müller, erhielt unlängst das Bundesverdienstkreuz. Es kam gerade richtig, denn der desolate Zustand der Obdachlosen in Hamburg hätte sie fast zum Aufgeben getrieben.
27.02.2016
Artikel-Download: PDF icon Müller.pdf

Großes Gedränge herrscht in den Redaktionsräumen des Straßenmagazins Hinz & Kunzt in der Altstädter Twiete. Verkäufer, Mitarbeiter und Presseleute füllen den großen Eingangsraum mit der Kaffeetheke und dem Verkaufstresen, Fernseh- und Fotokameras fokussieren eine freundlich und zurückhaltend lächelnde Frau in schwarzem Kleid mit weißen Punkten, rotem Strickschal und Stiefeletten. Birgit Müller steht heute im Mittelpunkt – und das ist ihr gar nicht recht.

Sie trägt Ananasschuhe und zum nächsten Ball ein Recyclingkleid von ihrer Mutter. Als Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe hat Sabine Schulze Sinn für das Besondere und für das Alltägliche.
13.02.2016
Artikel-Download: PDF icon Schulze.pdf

Zu gerne hätte sie als Kind diese schwarzen Keramikmasken gehabt, die man sich in den sechziger Jahren gern an die Wand hängte oder hinstellte. Negerfiguren (ja, so sagte man damals, ohne mit der Wimper zu zucken), die im Zuge einer vom Kolonialgeist geprägten Afrika-Romantik sehr beliebt waren. Aber ihre Eltern befanden, das sei Kitsch, und so musste Sabine Schulze warten, bis sie erwachsen war und sich auf Flohmärkten selbst eine Sammlung zusammenkaufen konnte.

Die Verlegerin Katarzyna Mol-Wolf möchte Menschen auf den Weg bringen, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Sie kaufte sich eine Zeitschrift und will zeigen, wie man auch heute noch mit gutem Journalismus Geld verdient.
30.01.2016
Artikel-Download: PDF icon Mol-Wolf.pdf

Sie hat eine Mission: „Lebe dein Leben! Geh deinen Weg!“ Und sie hat eine Zeitschrift. Die hat sie sich gekauft, um ihre Mission zu verwirklichen. Mut gehört dazu. Und eine Vision. Beides hat sie und das war ihr einziges Eigenkapital. Denn Geld fehlte ihr, als sie dem Verlag Gruner & Jahr 2009 das Frauenmagazin emotion abkaufen wollte. Geschafft hat sie’s trotzdem. „Ich bin 1981 mit meiner Mutter aus Polen hierher gekommen. Wir hatten nichts. Vielleicht habe ich deshalb keine Angst zu scheitern."

Die Liedermacherin Anna Depenbusch mixt munter Sounds und Genres von Chanson bis Country. In ihrer Musik zeigt sich die ganze emotionale Palette, die ihr das Leben bietet.
16.01.2016
Artikel-Download: PDF icon Anna Depenbusch.pdf

Sie glaubt, die Lieder sind eigentlich schon fertig und suchen sich dann aus, zu wem sie kommen. Wenn Anna Depenbusch Songs schreibt, sitzt sie an ihrem Klavier und wartet. Und wartet. „Man muss Bereitschaft zeigen“, betont sie, „dann kommen die Lieder angeflogen.“

Die syrische Schriftstellerin und Architektin Rosa Yassin Hassan baut Romane wie andere Häuser. In ihrer Heimat kämpfte sie für Menschenrechte und musste fliehen.
02.01.2016
Artikel-Download: PDF icon Rosa Hassan.pdf

Rosa – ihren Vornamen hat sie von Rosa Luxemburg. Sie hat viele deutsche Bücher gelesen, von Thomas Mann, Hermann Hesse, Günter Grass, Heinrich Böll, Übersetzungen allerdings, denn Deutsch lernt sie erst seit kurzem. „Ich bin in Syrien mit der deutschen Kultur aufgewachsen“, erzählt sie und natürlich drängt sich mir sofort die Frage auf, wie das denn sein kann.

Mit ihrem gemeinnützigen Unternehmen Wellcome leistet Rose Volz-Schmidt Wochenbett-Hilfe an mittlerweile mehr als 250 Standorten. Persönliche Erfahrungen gaben den Anstoß für ihren mehrfach preisgekrönten Einsatz in jungen Familien.
19.12.2015
Artikel-Download: PDF icon Volz-Schmidt oW.pdf

Als Rose Volz-Schmidt zum ersten Mal schwanger wurde, rechnete sie nicht mit Problemen. Schließlich war sie vom Fach, arbeitete seit Jahren als Sozialpädagogin in der kirchlichen Familienbildung. „Ich war eine unfassbar optimistische Schwangere“, erklärt sie mir lachend in ihrem Büro an der Hoheluftchaussee.

Mit den Initiativen NAT und mint:pink vernetzt Sabine Fernau Schulen, Hochschulen und Unternehmen. Sie schafft es, Jugendliche – gerade auch Mädchen – für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.
05.12.2015
Artikel-Download: PDF icon Sabine-Fernau.pdf

Als der Airbus A380 zum ersten Mal vom Boden abhob, da hat sie geweint. Sabine Fernau erinnert sich an eine Veranstaltung auf dem Werksgelände in Finkenwerder. „Dort habe ich einen Film über den ersten Flug gesehen, lauter Anzugmänner um mich herum und mir rollten die Tränen über die Wangen, weil dieses Wahnsinnsflugzeug tatsächlich flog.“

Seiten